Unbekannte Erben – ein Fall für den Erbenermittler!

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Ein Gastbeitrag der Hanseatischen Erbenermittlung

Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Europa von Auswanderungswellen im großen Umfang erfasst, ausgelöst durch Wirtschaftskrisen, Hungersnöte und Kriege.

Als Auswandererhäfen standen naturgemäß die hanseatischen Städte im Mittelpunkt. Insofern befinden sich auch heute noch die großen Auswanderer-Archive im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven und der BallinStadt in Hamburg. Viele Schiffs- und Passagierlisten findet man auch in Bremen. Gerade bei Erbfällen, in denen die Nachforschungen durch die Auswanderung eines Vorfahren erschwert werden, erweist sich das Beauftragen eines Erbenermittlers als sinnvoll.

Auch der Kolonialismus des 19. Jahrhunderts bereitet für das Auffinden von Vor- oder Nachfahren natürlich besondere Schwierigkeiten. Denn neben sprachlichen und kulturellen Barrieren, die es hierbei zu überwinden gilt, kommen auf den Suchenden allein schon erhebliche Reisekosten zu.

Das zwanzigste Jahrhundert stand bedingt durch die beiden Weltkriege ganz im Zeichen von Umsiedlungen und Vertreibungen von Familien, speziell in Osteuropa. Nicht selten wurden bei diesen Zwangsumsiedlungen Familien getrennt und fanden erst spät oder auch gar nicht wieder zusammen. Auch der Mauerbau zwischen der Bundesrepublik und der „DDR“ von 1961 z.B. erschwerte die Suche nach möglichen Erben ganz erheblich. Das eisige Klima des sogenannten Kalten Krieges verunmöglichte nahezu die Suche im jeweils anderen Machtblock.

In Deutschland werden heute jedes Jahr circa 800.000 Todesfälle bzw. Erbschaften abgewickelt. Liegt ein Testament vor, ist es einfach, den letzten Willen des Erblassers zu erfüllen. Sehr oft aber ist der Erbfall eben nicht geregelt, und dann greift die gesetzliche Erbfolge.

Hierbei gilt es, die so genannte Quote festzustellen, nach der das Erbe unter den erbberechtigten Mitgliedern der Erbengemeinschaft verteilt werden muss. Wenn aber wie so oft nicht alle Erben bekannt sind, kann das gesamte Erbe nicht angetreten werden. Spätestens an diesem Punkt ist es sinnvoll, erfahrene Erbenermittler einzuschalten.

Diese Fachleute sind in der Lage, aufgrund ihrer Kenntnisse im Archivwesen, ihrer Erfahrung bei der Recherche in entlegenen Kirchenbüchern oder den Passagierlisten der Auswandererschiffe oder auch in Sekundärquellen wie zum Beispiel Zeitungsarchiven professionell nach Hinweisen und Spuren der verschollenen Personen zu suchen. Denn anhand amtlicher Urkunden müssen die Erbberechtigten auch über Generationen hinweg eindeutig nachgewiesen, die Erkenntnisse verständlich aufgearbeitet und das alles zum Erbscheinantrag formuliert werden. Professionelle Erbenermittler nehmen den Hinterbliebenen hierbei alle notwendigen Arbeiten ab. Und seriöse Erbermittler vereinbaren in der Regel nur mit den zu suchenden Erben ein Honorar auf prozentualer Basis, das alle nötigen Auslagen bereits einschließt. So ist die Beauftragung einer Erbenermittlung für die anderen Erbberechtigten kostenfrei.

Autor: Marcus Kraft, Geschäftsführer der Hanseatischen Erbenermittlung GmbH mit Sitz in Bremen